Das Beste aus Zell an der Moselschleife

Das Beste aus Zell an der Moselschleife

     Die Weinstadt der "Zeller Schwarze Katz"                                                                                                                             +++ Kurzmeldungen +++ ...klick hier!

Zeller Platt von a-g

Aama Eimer, Botzaama = Putzeimer
Abbee, Abtritt Toilette
Abbelkrotz Kerngehäuse des Apfels, welches nach dem Essen übrig bleibt
Abbeltrodda Apfelmus
Äbbelkärfje Apfelkörbchen, Redewendung: "Doht moahl die dreckisch Schooh ous, eisch botzen mesch noch zom Äbbelkärfje!" - zieht mal die schmutzigen Schuhe aus, ich putze mich noch zum Apfelkörbchen!"
Äbbelpannekooche Apfelpfannkuchen
Ädris Eidechse
Ädrisbersch Eidechsenberg, Weinbergslage
äh er
ähbsch abseits, abgewandt, "die ähbsch Säit", die von der Sonne abgewandte (Mosel-) Seite (im Weinberg)
äisch ich
ähje ja, genau, genau so ist es
äij he, hallo
Aijaschäpp, Aijapetsch Löwenzahn
Aijapanz Egoist, Eigenbrötler
Äilekäitzje Eulenkautz, aus einer Rübe geschnitzter Kopf mit Ohren, Nase, Mund und Augen, innen eine Kerze hineingestellt, der Kopf steckt auf einem Stock, zu St. Martin von den größeren Kindern als Ersatz für eine Fackel beim St. Martinszug durch die Stadt getragen
Äisebonn Rübenkraut
Äisja Eisen unter den Schuhsohlen zum Schutz von vorzeitigem Abrieb des Leders, in den Sechzigern bei den Jungen (Halbstarken) beliebt zum Klappern mit den Schuhen
Affezippel einfältiger Mensch
allsfott immer, immerzu, stets
älwa Däitz elfer Deutz, Traktor, Fabrikat Deutz mit 11 PS
Älz Wermuth
Älztroppe Wermuthstropfen, schlechte Nachricht
Änkel  Außenfußknocken, "Äisch honn ma de Änkel vastoucht." - Ich habe mir den Außenfußknochen verstaucht. 
ärwele unbeholfen etwas tun
Ärwes  Erbsen
Äsch  Egge, Gerät welches bei der Bodenbearbeitung auf dem Feld hinter einen Traktor gespannt wurde und übers Feld gezogen wurde, um dickere Erdklumpen zu zerkleinern
Ambraasch Mühe, Aufwand, "maach net suu en Ambraasch!" = lass den Aufwand sein!, bemühe dich nicht!
Andullisch andouille (franz.), Därme mit geschnitzelten Darmteilen gefüllt
annischdas, annischdas erimm anders, anders herum
Anno Tubback damals, dazumal, früher
Atzel Elster
aweijle jetzt, nun, sofort - aweile schmaggen i et och - jetzt schmecke ich es auch
Baas Tante
babbele, Babbela schwätzen, Schwätzer
Bäbes, Bobes kleines Stückchen getrockneter Nasenschleim
bäges pfui, ekelig, ekelhaft
Bäint Beint, Lage zwischen Zell und Briedel, dä Bäinta Kopp - der Beinter Kopf, das Höhenplateau dort
Bäresaich Lakritzwasser
bärne stapeln, "huhbärne"=hochstapeln
Bääsch Barbe, Moselfisch
Bäidel Beutel
bäi mich zu mir, kumm bäi mich! - komm zu mir!
bäinächst, bäinoh beinahe, bald, fast
Bäis   Beule, "Lo hos de awer en schien Bäis om Kopp!" - da hast du aber eine schöne Beule am Kopf!"
bämbele hängen, baumeln
bärschde bersten, brechen
Bagaasch Gruppe Menschen oder Kinder, "die ganz Bagaasch" = die komplette Verwandtschaft, von "bagage" (franz.) = Gepäck
ballere schießen
Bangert, Bangat kleiner Kerl, frescher Junge, "dräägije Bangat" = schmutiger, frescher Junge, Bezeichnung auch für uneheliches Kind
Barras Militär, Bundeswehr
Basseng basin (franz.), Wasserbecken
batsche schlagen, watschen
batschele, quassele schwätzen, "Dommbatscheler" = Schwätzer, Dummschwätzer
Bead
Bündel, "en Bead Wäijde" = ein Bündel Weiden
bedoocht reich, betucht
bedrebst betrübt
befummele anfassen (abwertend)
bedubbe betrügen
Beggel Weinbergshacke mit einem Zahn, von "Pckel"
bekloppt, beklobbt, belämmert, bestusst, bedeppert irr, verwirrt
Belzebub
Der Begleiter vom Nikolaus. Der schwarze Mann.
Bembes Tonflasche, Tonkrug für Wein
berappe bezahlen
berne, offberne stapeln, aufstapeln
Bescheid soohn Bescheid sagen, schimpfen, zur Orndung rufen, die Meinung sagen
Beschoff Metall- oder später Kunststoffkiepe zur Traubenlese, ganz früher asus Korbweide, innen mit Pesch abgedichtet
Bessem Besen, Redewendung: "Leck mich beim Bessem!" Lass mich in Ruhe! Auch Ausdruck des Erstaunens.
betrebst betrübt, traurig
bestusst irr, verwirrt
Biebes, Biebesje Zipfel, Zipfelchen, Geschlechtsteil beim Jungen
Bielwäsch Bügelwäsche
Bildche

Bildchen, kleines Bild, "Dat Bildche" ist ein Altarhäuschen. Beim Zeller Original Bussi in der Römerstraße fand einmal in Abwesenheit seiner Frau - sie war zum Altlayer Bildchen (Altarhäuschen) gegangen, um dort Blumenschmuck anzubringen - ein deftiges Weingelage statt. Hierzu ist eine lustige Geschichte entstanden.

Bierbahme derbe, unförmige Kleidung
bieschde, Bieschd bürsten, Bürste
Bitt, Bittche
Bütte, Büttchen für die Traubenlese
blämm blämm nicht richtig im Kopf
Bläätza Gericht aus Innereien
Blanke, Blänkische, blänkische Oosch der Blanke, der blanke Hintern, der nackte Hintern, "dä Blänkische vahaue" = den nackten Hintern versohlen
Bleeg genießbarer Moselfisch
Blessua blessur (franz.), Wunde, Verletzung
Bloodwuuscht (mit langem "o" und langem "u" gesprochen) Blutwurst
Bloosoosch (mit zwei langen offenen "o" gesprochen) wörtlich: Blashintern, Herkunft schlecht zu deuten, evtl. vom den stinkenden Wind aus dem Hinterteil abgeleitet, auf dumme Fragen antwortete man gerne "dat woahr dä Bloosoosch!" - das war jeman, den es gar nicht gibt
bluuhs, bluuhs net bloß, bloß nicht, nur ja nicht, auf keinen Fall
Boahr Brunnen, Schüssel, auch Nachttopf, von "Born" abgeleitet, Zeller Lied: " Proost Neijjoahr, on da Fista hängt die Boahr, is voll geschiss mit Gaisehoar, is noch voll von vierisch Joahr" = Prosit Neujahr, am Fenster hängt der Nachttopf, ist voll gech... mit Ziegenhaaren, ist noch voll vom letzten Jahr
Boddaschmeer Butterbrot
Bohai Aufstand, Geschrei, Aufregung - Bohai mache!
boohwes, borwes barfuß, "met boohwesse Fees", mit nackten Füßen
Boll Gefäß, Schüssel
bollere   husten
Born  
Barl, Höhenstadtteil von Zell, "off Born" = auf dem Barl, von "Brunnen", www.barl.de, die Bezeichnung Barl, im Volksmund Born, kommt nach einer überlieferten Version von von der Quelle an den 5 Eichen, einer Baumgruppe auf dem Barl, in einem Buch von Dr. Kessler von 1929 bedeutet "Barl" jedoch "Hochacker"
Borwe Barbe, genießbarer größerer Moselfisch
Bossela, bossele Bastler, basteln
Botzlombe Putztuch
bouchches auf dem Bauch liegend, "bouchches Schliede fohre" = auf dem Bauch liegend mit dem Schlitten fahren
bouchsaat bauchsatt, gut gegessen
Bouchwieh Bauchschmerzen, Magenschmerzen
boufdisch Ausruf, wenn etwas herunter fällt
Bous, Beijs Beule (am Kopf), dä hott en Bous gefang, er hat scih eine Beule gefangen (geholt)
Box Hose, "Manchestabox" = Manchesterhose = Cordhose, "Texasbox" = Jeans, "Boxeträje" = Hosenträger
Boxesaak Hosentasche
Box wenne Notdurft verrichten, die Hose wenden
bräädere schnell fahren, von "brettern", "dä is wie en will Sou dorsch die Stroohs gebräädert" = er ist wie ein wildes Schwein durch die Straße gerast
Brack bewegliches auch wegnehmbares Seitenteil oder Hinterteil aus Holz am Wagen
Brähsem Brasse, flacher Moselfisch, "en Brähsem, su gruus wie en Abtrittsdeggel" = eine Brasse, so groß und flach wie ein Toilettenschüsseldeckel
Bränk kleine Bütt
Bredullisch bredouille (franz.), Bedrängnis, Notsituation
Brillenugges  Brillenträger
Bromere, Brämere  Brombeeren, erweitert auch für Brombeerhecken, "Se es in de Bromere gang!" - Sie ist in die Brobeerhecken (zum Brombeerenpflücken) gegangen 
Bromereschmeer Brombermarmeladebutterbrot 
Brostkamelle Hustenbonbons, von "Bonbons für die Brust" - "Brustbonbons"
Bruch un Dalles beschädigt, kaputt, zerbrochen, "alles is Bruch un Dalles" = alles ist total kaputt
Buddig Bude, Haus (im negativen Sinn), auch für Unordnung
Buhne  Bohnen
Bulldog Traktor, Trecker, Bulldozer
Bulles, Bullesje Gefängnis, kleines Gefängnis, kleiner Raum, der Zeller Bulles fefand sich im Rathaus und ist heute restauriert im Rahmen des Heimatmuseums zu betrachten
Bunsel, bunsele kleine Kotkügelchen, in kleinen Portionen Notdurft machen
Bunseloosch Purzelbaum
Buschdat bösartiger Mensch, fresches Kind, frescher Junge
Buschdebenna  Bürstenbinder, auch widerspenstiger Mensch
buschdisch bösartig, feindselig
Chapellsche Fußbänkchen
Collis Häisje, Collis Tärmche
Collis Häuschen, Collis Türmchen, kleiner runder Turm, wurde ca. 1905 im Zuge des Moseltalbahnstreckenbaus errichtet, es gibt ein Karnevalslied übes dieses der Zeller liebstes Gebäude
Corresch Corray, Vorstadt von Zell
dabber  schnell, maach emohl dabber! = mach mal schnell!, beeile dich!
Dähmel, Dabbes einfältiger Mensch, von "dähmlich"
däichsele deichseln, in Ordnung bringen, regeln
Däifänger kleiner Teufel, durchtriebenes kleines Kind
däisch dich
Däiwel Teufel, Redewendung: "Dä daucht dem Däiwel säin Oosch net!" - Der taugt des Teufel Arsch nicht. Er taugt nichts.
Dadderich das Zittern, äh hott dä Dadderich, erzittert
daescht   zuerst
Darwisch ehemaliges Obststückland im Corrayer Berg oberhalb des Kinderfriedhofs
datt das (das Ding) oder auch um von Frauen und Mädchen zu sprechen: dat Theresa (die Theresa), dat Juhlsche/dat Juhl (die Juliane) - Wortspiel zu beiden Varianten: "Darf datt datt? - Joh, datt darf datt! - Datt datt datt darf!")
deffdele, ousdeffdele austüfteln, untersuchen, basteln
Deffdeler Tüftler, Bastler
dehr dünn, dürr
Dehr, Dehrsche Tier, Tierchen - kleines Tier, auch für kleines Kind oder kleines Mädchen - klaan Dehrsche
deije schieben, drücken, "deuen"
dengele schlagen, klopfen, "die Sähns dengele" = die Sense scharf klopfen, "vadengele" = verhauen, verprügeln
Deppe, Debbe
Topf, "Deppedeckel" = Topfdeckel , auch für eine leicht verrückte Frau (doll Debbe)
Deppekooche, Debbekooche Kartoffeltopfkuchen, gelingt am Besten in einem Gusseisentopf
deswäje, derentwäje deshalb, deswegen, darum
Dibbela, Dibbelbroda Tippelbruder, Landstreicher, auch Schimpfwort für herunter gekommenen Menschen
Dilldopp
Narr, Durchgedrehter, auch für ein Spielzeug
doh langs, doh längs dort entlang
doll Debbe verrückte Frau
dorimm, dowäje, derendhalwer darum, deshalb, deswegen
Dolle, Dollbohrer Geck, Narr
Doue die gebogenen Eichenbohlen/Bretter, Bretter, aus denen Fässer hergestellt werden - Fassdoue, auch für die Holzbohlen, aus denen der Weinkelter gefertigt ist
Dornhäb Beil (Häb) mit langem Stiel zum Abschlagen der Dornen
Drebs Tropfen, "en Drebs" = wenig, ein Tropfen, ein wenig
drebsele, drebse leicht regnen, nieseln
Drebsdrelles Tollpatsch
Drebsrähn Nieselregen
Dreijdroht
"Dreidraht", so genannt wegen seiner Konstruktion aus drei Drahtstücken, ein aus drei mit am Ende zu Haken gebogenen Drähten bestehendes Handwerkzeug mit Holzgriff zum Entfernen eines in der Flasche verschwundenen Weinkorkens, auch für widerspenstiger oder störrischer Mensch, weil der Kork beim Herausfischen ebenso widerspenstig ist. Der Dreijdroht wird in der Zeller Mundart auch "Hebamme" genannt. 
Dubbesgeld  Schwarzgeld
Dunges dicke Sauce
Dunnerbalke Donnerbalken, Balken oder Brett zu Aufsitzen mit den Oberschenkeln beim Verrichten der Notdurft
Dunnerkäil! Donnerwetter! Ausruf bei Bewunderung oder auch Erschrecken, auch als Schimpfwort für einen freschen Jungen, "dat is en Dunnerkäil"
Duudamanns Zieh Zehe eines toten Menschen, "et schmackt wie Duudamanns Zieh" = es schmeckt wie die Zehe eines Toten, abscheulich oder auch ohne Geschmack
Duudebloome von "Totenblume", Ringelblume
Duudert dumpfes Geräusch
duhn total betrunken, von "down" (engl.) - unten, nicht mehr handlungsfähig
duht tot, jedoch auch für "erschöpft", "kaputt", im Spruch: "Äisch kinnt´ mich duht lähwe!" - "Ich könnte mich tot leben!" hat "duht" eine positive Bedeutung
dummele sich beeilen, "dummel dich!" = beeile dich, "en Dummeldich" = einer der sich ständig hastig bewegt
ebbes etwas
egemitschelt, engemitschelt angeheitert, leicht betrunken
Eisscheewe Eisschollen
Ejsje Pickel, Weinbergsgerät (aus Eisen, kleines Eisen)
Endermer, Eindermer sonderbarer Mensch, unkooperativer Mensch, Eigenbrötler, kein Fisch - kein Fleisch
erwele etwas mit Mühe heraussuchen
Fähsch gewitztes Weib, von "Feger"
Fähschmähs Fegemesser, kleines Küchenmesser
fareckt, freckt kaputt, zerstört, müde, "total fareckt" = total müde
färm, ferm fest, stabil, standhaft, "he stäiht ferm wie en Zeller us demm Hamm" = er steht standhaft wie ein Zeller aus der Zeller Moselschleife (Inschrift auf dem Zeller Schwarze Katz Brunnen)
Färrja Fährmann
fesche, fesche giehn fischen, angeln (gehn)
fiamäina wegen mir, von mir aus, egal
fiawitzisch vorwitzig, neugierig
fiehre om Enn vorne am Ende, ganz vorne
fiese Möpp fieser, böser, ekliger Mensch, aus dem Kölsche
figgerisch unruhig, ungeduldig, zitternd
Figgascha Zöpfe bem Mädchen
Fisdasprenga dürrer Mensch, wörtl.: Fensterspringer
Flabbes Geck, Narr, Schelm, oberflächlicher Mensch
Flääscht geflochtenes Haarnetz
flenne weinen, heulen
Fletsch Y-förmige Steinschleuder aus Holz mit Gummiband
Fletschkapp, Fletschmetz Schirmmütze
Flidde Flügel, "dä lähst die Flidde hänge" = er läßt die Flügel (die Arme) hängen, er ist erschöpft
Flietz Floß
Flittche Flittchen, leichtes Mädchen, mannstolle Frau
Flittschabore Schießbogen, ähnl. Armbrust, jedoch ohne Schaft und ohne Abzugshahn
flittsche, flittschere schleudern, auch einen flachen Stein in flachem Winkel auf das Wasser werfen, so, dass er immer wieder aufhüpft ehe er unter geht, "Flittscherstein" = flacher Stein zum Flittschere
flitze schnell laufen
Flotte, en Flotte Durchfall
Flubber, Flobbert KK-Gewehr
Flubbes ehemals Hauswein, der aus den bereits gepressten Trauben gewonnen wurde, indem dieser Treste mit Wasser aufgegossen und nochmals gepresst wurde, somit zweiter Aufguss in extrem minderer Qualität
Flubbeskopp Säufer allgemein, speziell, wenn er sich regelmäßig des Flubbes bedient hat
Foder Fuder, ca. 1.000 Liter Wein, "Foderfaass" = Fuderfass, 1.000-Literfass
Fooslabbe Fußlappen, Stoffstreifen, die um die Füße gewickelt wurden
foudele fuschen, schwindeln
Foudelkest wörtl. "Fuschkiste", umgedrehter Schuhkarton mit eingeschnittenen kleinen Türchen, durch die beim Murmelspielen die Murmel rollen müssen, um bejm Treffen die über dem jeweiligen Türchen aufgeschriebene Anzahl Murmeln zu gewinnen
Frahmensch, Frahleit Fraumensch, Frauleute, Frau
Franzuhseknepp Franzosenknöpfe, Kletten, hergeleitet von den Uniformknöpfen der Franzosen während der Besatzung
freihje giehn freien gehen, sich um ein Mädchen bemühen, "mit einer gehen"
freiserlich  kunterbunt, billig, simpel geartet, "Dat Bäbb es en freiserlisch Framensch!" - Die Barbara ist eine simpel geartete Frau!
Freiwies ehem. Strandbad an der Mosel in Nähe des heutigen Schwimmbades
Freck   Krankheit, Erkältung - "äisch krehn die Freck", ich bekomme eine Erkältung
frecke   verrecken, kaputt gehen
friemel herumbasteln, "dä Friemeler" ist ein Bastler, ein beim Arbeiten geduldiger Mensch
Fuaglas Wagenradspur im Weinbergsweg, von "Fahrgleis"
Fuhl, Fiehlche Vogel, Vögelchen - "dou bis en Fuhl!" - Du bist ein Vogel! - ein ulkiger Mensch
Fumm Angel, auch: "en deck Fumm" = eine dicke Frau
Funsel schwach leuchtende Lampe oder Kerze
Furtemännche Wassergeist, wohnhaft unterhalb der Marienburg auf der Kaimter Seite
futsch weg
Futsch Gerte, Peitsche
futschele mit einem Stöckchen herumstochern, "Futscheler" = einer der irgenwo herum stochert
gabbse fangen, auffangen
gäh steil , groß, gewaltig
Gähhunger gieriger Hunger, erster Hunger
Gäisebunsel Losung der Ziege
Gamasche, Gammasche lederne Wadenschützer, sie wurde in Verlängerung der "Pinneschoh", der hohen Schuhe, um die Waden gelegt und über Riemen oder Schuhbänder festgebunden, der Name steht auch für einen Zeller Familienbund
gämma mohl! gäff ma mohl! gib mir mal!
Gäng Schwung, "in die Gäng kumme" = Schwung bekommen, ans Arbeiten kommen
gärkse knarren
gäwisch großzügig, von "geben", der Gäwische gibt geren was ab
Gedetschde gedrückte Kartoffeln, Kartoffelpürrée
Gedöhns Angelegenheit, Sachen, "Gedöhns maache" = Probleme machen
Geeht Patentante
Gehärnskasde Kopf, wörtl.: Gehirnkasten 
Geheeschness, Gehäischness, Gehäuchness ein zu Hause, ein Raum, in dem man sich wohl fühlt, gemütlicher, enger Raum
Geling Innereien
gell?, gelle? nicht wahr?
gemählich, gemillisch gemütlich, langsam, "ungemillisch" = ungemütlich
Gemelda Gerümpel
Gequellde Quellmänner, Pellkartoffeln
Gescheer Geschirr, "red nit suuh´n Gescheer!" = sprich nicht solch einen Unsinn!
Geschess Geschiss, Unnötiges, "maach kei Geschess!" = mach keine Probleme! Auszählreim beim Kinderspeil: "Maach net lang Geschess, wer nit will dä is." = mach kein langen Probleme, wer nicht dran kommen will, der kommt trotzdem dran.
Geschworpels Unordnung - meist bei der Kleidung - die hot en Geschworpel on
Gestruwwels Durcheinander
Gief kleiner Moselfisch
Giehst´de henner mich Frack, von "gehst du hinter mir" (von den hinten abstehenden Frackspitzen abgeleitet)
Gimmasche Gürkchen
Glaase Gleise, Spurrinnen in den Weinbergen
gläise mit den Schuhen auf Eis gleiten, rutschen
glucksisch Hohn brütendes Huhn, auch mit "k"
goode Dubbes gutmütiger, einfältiger Mensch
Gosch Mund, Maul, "hall die Gosch!" = halte den Mund!
Gowwel  Gabel
griwwelisch, griewelisch nervös, unruhig
Grosche Groschen, ehemals 10 Pfennige aus DM-Zeiten, "dä Grosche is gefall" - der Groschen ist gefallen, er hat verstanden 
groule sich fürchten, Angst haben
growe, Growe graben, der Graben
Grundel  
kleiner dünner Moselfisch, lebt gerne auf dem Boden, auf dem Grund (daher "Grundel") und unter flachen Steinen in der Mosel. Die Kinder haben diese kleinen Fischchen in der Mosel gefangen, indem flache Steine im Wasser vorsichtig hochgehoben wurden und trickreich die kleinen Tierchen am Schwanz berührt wurden,  worauf hin diese dann - hoffentlich - in die freie Hand oder in eine leere vorgehaltene Dose, meist eine leere Sardinenbüchse (die gab es damals schon!), geflutscht sind und gefangen waren. Die Angler haben diese kleinen Dinger in der Länge von maximal 5 bis 7 cm Länge an ihren Angelhaken als Köder zum Fangen von normalen größeren Fischen befestigt.
Gruschele Stachelbeeren
Guggucksschmeer Kukusbrot, belegtes, z. B. Pausenbrot, welches ungegessen wieder mit nach Hause gebracht wurde
Gummer Gurke
Gutzja  Bonbons