Das Beste aus Zell an der Moselschleife

Altstadt

Zell von "cella"- "Keller"
römische Gründung
schon zur Römerzeit besiedelt
Reste einer Badeanlage mit Hypokausten-Heizung. Maße mehr als 10 x 20 m, Lage:Oberstraße, Käsgasse, Mariengasse
römische Straße mit Siedlungsspuren
zwischen den römischen Hauptstraßen Trier-Mainz und Trier-Andernach wichtige Verbindung von Wittlich nach Simmern und zwischen Zell und Kaimt die Mosel auf einer Furt querend
römische Straßenstation mit Lagerhäusern (cellae)
möglicherweise Hafen
5000 v. Chr. seit der Jungsteinzeit kontinuierlich besiedelt
2000 v. Chr. Besiedlung im Ortsbereich Kaimt und auf dem Barl
um 500 v. Chr. Keltische Stämme dominieren über die vorangegangenen bäuerlichen Megalithkulturen. Im Moselraum siedelt der Stamm der Treverer
um 100 v. Chr. In keltischer Zeit viele der heutigen Moselorte. Ortsnamen keltischen Ursprungs (z.B. Kaimt und Merl) weisen darauf hin. Auf dem Beinter Kopf und auf der Alteburg im Altlayer Bachtal keltische Befestigungen. Keltische Heiligtümer hielten sich durch die römische Zeit und wurden später häufig erste christliche Kirchen
um 50 v. Chr. Wie ganz Gallien wird auch das Trevererland von Caesar erobert und römisch
nach 70 n. Chr. Am Moselübergang (Furt) in Zell entsteht vor dem Aufstieg zum Hunsrück eine Raststation mit einer kleineren Hafenanlage und Lagerhallen (cellae).
475 fällt Trier als letzte römische Bastion
476 Jahr geht das Weströmische Reich unter
das Mittelalter beginnt. Zell und seine Umgebung gehören zum fränkischen Raum, den Chlodwig durch Eroberungen nach Westen erweitert und zum fränkischen Reich macht
732/33 Die aus dem merowingischen Hochadel stammende Adela vermacht ihre Güter in Kaimt dem Benediktinerinnenkloster in Pfalzel bei Trier
782 Ein gewisser Herolf schenkt dem Kloster Lorsch einen Weinberg und Ackerland in Merl
um 940 Erste Erwähnung von Weinbergen in Zell und Kaimt
nach 1142 Errichtung eines Augustinerinnenklosters auf der Marienburg neben der Mutterkirche für den Zeller Hamm
um 1200 Verlegung der Mutterkirche und des Dekanatssitzes nach Zell
1222 Stadtrechte
1229 Vollendung der Stadtbefestigung mit drei Toren von Zell, von der sich der Runde und der viereckige Turm sowie Reste der Stadtmauer erhalten haben
um 1285 Gründung eines Minoritenklosters und einer Lateinschule in Merl
1339 Zell wird Verwaltungssitz eines kutrierischen Oberamtes
1460 - 1593 Abhaltung zahlreicher kurtrierischer Lndtage in Zell, Blütezeit der Stadt
1512 Kaiser Maximilian (1493 - 1519) übernachtet auf dem Weg zum Reichstag nach Trier in der 1481 errichteten Kellnerei und erhält als Gastgeschenk ein Fass Zeller Wein
1521 Die Entführung des Zeller Schultheissen Jakob Schienen, Vater des Trierer Weihbischofs Nikolais Schienen, führt zur berühmten "Sickingenfehde". Bei der Verteidigung Triers gegen Sickingens Angriffe zeichneten sich die Zeller Soldaten besonders aus: "He staiht ferm, wie en Celler us dem Hamm" (Er steht fest wie ein Zeller aus dem Hamm)
1535 - 1543 Bau des Zeller Schlosses als Nebenresidenz der Trierer Kurfürsten
1632 und 1635 Schwedische Truppen erobern und plündern Zell
1689 Zerstörung der Stadt und der Ortsbefestigung von Zell und Merl im Zuge der Reunionskriege Ludwigs XIV.
1794 Französische Revolutionstruppen erobern das Rheinland. Der Trierische Kurstaat löst sich auf. Mit dem Ende des Feudalismus wird Adels-, Kloster- und Kirchenbesitz verstaatlicht und meist versteigert. So kommen auch im Zeller Land gute Weinbergslagen in private Hand
1798 Zell wird im Zuge einer Verwaltungsreform Sitz der Kantonsverwaltung des Kantons Zell
1814 Ende der französischen Zeit. 1816 Zell wird preußische Kreisstadt
1848 Ein Großbrand vernichtet 152 Häuser der Altstadt und läßt 900 Menschen obdachlos werden
1863 Erstmals wird die Lagebezeichnung "Zeller schwarze Katz"verwendet
1905 Die Moseltalbahn ("Saufbähnchen"), von Trier nach Bullay am rechten Moselufer entlang, wird fertiggestellt
1964 wird die Strecke abgebaut
1950 Wiedereingemeindung von Kaimt. Erschließung und Anbindung von Kaimt durch den Bau der Moselbrücke und den Ausbau der B53 Richtung Koblenz. Bau der Fußgängerbrücke. Bis dahin gab es nur die "Ponte" (Fähre) zwischen Zell und Kaimt
1969 Auflösung des Kreises Zell, Zell kommt zum Kreis Cochem-Zell, Traben-Trarbach zum Kreis Wittlich-Bernkastel, Eingemeindung von Merl und Erschließung des Barl als Wohn- und Industriegebiet.

Siedlung Althaus

1927 Besiedlung durch das "Rheinische Heim"
1952 durch das "Rheinische Heim" und das Kulturamt erneute Besiedlung mit sieben neuen Gehöften nach modernen Gesichtspunkten mit 30 Bürgern

Barl

www.barl.de

 

 

Kaimt

ca. 200 v. Chr. erste Ansiedlungen auf dem Barl und im Ortsbereich
ca. 500 v. Chr. Kelten siedelen sich im Distrikt "Winzwies" oberhalb des Schwimmbades an
ca. 100 v. Chr. Kelten errichten eine Befestigungsanlage auf dem Bainter Kopf
1. bis - 4. Jahrh. n. Chr. Römische Gutshöfe im Distrikt "Winzwies" und in der Plänterstraße
4. bis - 5. Jahrh. Spätrömische Befestigungsanlage auf der Marienburg
7. Jahrh. erste Tauf- und Mutterkirche für die Bewohner des Zeller Hamm auf der Marienburg
732/733 erste urkundliche Erwähnung im Testament der Adela
1030 Sitz eines Landkapitels (Dechanat von Ürzig bis zum Eltzbach)
1143 erste Erwähnung der St. Jakobuskirche in Kaimt
1157 Weihe einer Klosterkirche der Augustinerinnen neben der Mutterkirche des Hamms auf der Marienburg
um 1200 Verlegung der Mutterkirche nach Zell
1339 Erste Erwähnung der Klemenskapelle in Oberkaimt
1515 Aufhebung des Klosters auf der Marienburg und Errichtung einer Befestigungsanlage
1632 Schweden besetzen die Marienburg
1650 Zwei Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges Sturm französischer Hilfstruppen des Trierer Kurfürsten der Befestigungsanlagen auf der Marienburg
um 1795 Kaimt wird von den französischen Besatzern zusammen mit Corray nach Zell eingemeindet
1798 Errichtung der Pfarrei Kaimt in der früheren Filialkirche St. Jakobus
1827 Kaimt wird wieder selbstständig
1950 endgültige Eingemeindung Kaimts nach Zell
1953 Bau der ersten Brücke
1969 Erschließung des Barl

Merl

1. bis 4. Jahrh. Römische Gutshöfe im Mündungsbereich des Merler Bachs und in Spay
7. bis 8. Jahrh. Merowingische Siedlungen (Grabfunde) im Mündungsbereich des Merler Baches und in Spay
782 erste urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch
1143 erste Erwähnung der St. Michaelskirche
1144 erste Erwähnung der Ortsteils Spay
um 1290 Gründung des Minoritenklosters mit Lateinschule
1333 Erste Erwähnung der St. Stephanskapelle von Spay (1788 abgebrochen)
nach 1471 Erbauung einer Ortsbefestigung
1519 Regelung der Streitigkeiten zwischen Adel und Bürgern
1689 Zerstörung der Ortsbefestigung durch die Franzosen
1792 Errichtung der Pfarrei Merl in der alten Filialkirche St. Michael (1823 abgebrochen)
1803 Aufhebung des Klosters und Schließung der Lateinschule
1805 Klosterkirche wird durch Schenkungsakt Napoleons Pfarrkirche
1905 Eröffnung der Moseltalbahn
1963 Stilllegung der Moseltalbahn
1963 Umgemeindung von Neumerl nach Bullay
1969 Eingemeindung Merls nach Zell